Erzieherische Rolle von itikaf? PDF Drucken E-Mail

 

 
Frage:
Erzieherische Rolle von al-’itikāf ?
 
Antwort:
Die Praktizierung des Gottesdiensts in seiner reinen Form:
al-’i‛tikāf verwurzelt in der Seele des ’i‛tikāf-Verrichtenden den Begriff der reinen Hingabe und Dienerschaft (al-‘ubudiya) zu Allah, dem Erhabenen, und gewöhnt ihn an die großartige Angelegenheit, weswegen der Mensch erschaffen wurde, da Allah, der Erhabene, sagt: „Ich habe die Ğinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.“ [al-dhāriyāt:56] Der ’i‛tikāf-Verrichtende widmet sich im Ganzen und seine Zeit Allah, dem Erhabenen, durch Gottesdienste.
Das Erwarten von der Nacht des Schicksals (Nacht von „al-Qadr“); dies war das Hauptziel von al-’i‛tikāf des Propheten, Allahs Frieden und Wohlgefallen auf ihm. Anfangs machte er al-’i‛tikāf den ganzen Monat, dann die mittleren zehn Tage. Als er dann bescheid wusste, dass diese Nacht in den letzten zehn Tagen von Ramadan vorkommt, beschränkte er sich auf al-’i‛tikāf in den letzten zehn Tagen.
Die Gewöhnung an das Bleiben in der Moschee: Der ’i‛tikāf-Verrichtende verpflichtet sich, eine gewisse Zeit in der Moschee zu bleiben. Die menschliche Seele könnte solche Fessel am Anfang von al-’i‛tikāf nicht ertragen, aber dieses Gefühl vergeht schnell, wenn man die Ruhe und Sorglosigkeit in der Moschee spürt. Die Wichtigkeit vom Bleiben in der Moschee während al-’i‛tikāf lässt sich wie folgendes darstellen: Derjenige, der in der Moschee bleibt, hat bestimmt die Moschee vom ganzen Herzen geliebt und die Stellung der Gotteshäuser festgestellt. Diese Liebe hat einen Wert bei Allah, dem Erhabenen, denn Allah lässt ihn zu denjenigen gehören, die Er an dem Tag beschattet, wo es keinen Schatten geben wird außer dem Allahs.
Wer in der Moschee sitzt und auf das Gebet wartet, bekommt den Lohn des Gebets, und die Engeln bitten Allah darum, dass Er ihm verzeiht. In dem Hadith, das Abū Huraira über den Propheten, Allahs Frieden und Wohlgefallen auf ihm, überlieferte: „Die Engeln machen Bittegebet für den einen von euch, solange er sich in seinem Gebetsplatz hält: „Allāhumma verzeihe ihm! Allāhumma schenke ihm Deine Gnade!“ Der eine von euch hält sich in seinem Gebetsplatz, solange ihn das Gebet aufhält und ihn nichts davor aufhält, nach Hause zu gehen, außer dem Gebet.“ [al-Bukhārī, 2/360, fath albārī]
 
Die Enthaltung des materiellen Luxus: Beim al-’i‛tikāf entledigt man sich solcher Sachen und wird zu einem fremden Menschen in diesem Diesseits – und den Fremden in diesem Diesseits erwartet ein großer Lohn.
Die Abgewöhnung vieler schädlichen Gebräuche: Dazu gehören das Rauchen, die Musik, Fernsehen (Gemeint sind die ganzen übertragenen Programme, die dem Glauben des Muslims widersprechen und seinen Scham und seine Tugend verletzen) etc. Die Zeit von al-’i‛tikāf ist dazu da, dem Muslim den Schädlichkeit dieser Gebräuche zu entlarven und die Vorstellung zunichte zu machen, dass man sich diese Gebräuche und Gewohnheiten nicht abgewöhnen könne. Diese dauerhaften Gottesdienste zu Allah, dem Erhabenen, bedürfen dauerhafter Geduld seitens des ’i‛tikāf-Verrichtenden. Darin besteht das Training für den Willen, die Unterdrückung der bösen Seele, die den Gottesdienst auslassen und sich den Gelüsten zuwenden möchte, und die gewöhnung an die Nachtgebete und die Qur‘an-Rezitation.
 
Und Allah weiß es am besten
 
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